kutlplatten Kritiken    Philosophie   Newsletter    Registrierung    Suche
The Jimi Hendrix Experience - Are you experienced?

2 Kommentar(e) zu..

The Jimi Hendrix Experience - Are you experienced?

zurück zur Kritik
#1Du kannst es nicht verstehen, du musst es fühlen!Author: Robber
Lob an den Rezensenten. Wenn man über Hendrix spricht läuft man immer Gefahr in einer Beweihräucherung zu enden. Hendrik du hast es geschafft, das Phänomen Hendrix kritisch zu betrachten ohne dabei einen Hehl aus deiner Bewunderung zu machen. Es wird im Allgemeinen fälschlicherweise davon ausgegangen, dass Jimmy Hendrix der Saitenhexer schlechthin war und das man lieber die Finger von seinen Songs lassen sollte. Doch bevor man sich an Joe Satriani, Steve Vai und co. wagt sollte man doch lieber sein Glück beim alten Jimmy versuchen. Woher kommt dann aber der Status als Gitarrengott? Das liegt wohl daran, dass Hendrix aus den bis dato bekannten und bewährten Schemata einfach ausstieg. Böse Zungen behaupten das liege daran, dass er keine Ahnung hatte und kein geschulter Musiker war. Doch gerade das machte ihn groß. Nicht die akribische Genauigkeit mit der andere Gitarristen fast schon schulmeisterisch ans Songwriting gingen, nicht die flinkesten und akrobatischsten Finger der Welt. Nein, die Musik von Hendrix ist Gefühlssache. Damals wie heute. Man muss sich seinen Vibes öffnen, sich fallen lassen im Strudel der Emotionen und nicht daran denken ob dieser oder jener Ton jetzt in die Pentatonik passt, dann kann man fühlen was Hendrix mit seiner Musik ausdrücken wollte jedoch verstehen wird man das wohl nie.
05.10.2005 12:37 Uhr
#2Aw: Du kannst es nicht verstehen, du musst es fühlen!Author: Der Kritiker
Kann mich dem nur anschließen: Hendrix ist durchaus nicht schwer zu spielen, ganz im Gegenteil (Anm.: ich spiele noch gelegentlich Gitarre); schwer ist es nur, die Energie und die Genialität zu übernehmen, die irgendwo in und zwischen Hendrix Noten rumfliegen. Es sei dahingestellt, ob Satriani und Vai nun Könner oder fuddelnde Selbstdarsteller sind - blickt man jedoch beispielsweise auf Dream Theater Gitarrist John Petrucci, wird man merken, wie einfach Hendrix wirklich ist (man beachte das Stück ->Dream Theater - As I am - und auch dessen unübertreffliches Schlagzeug). Und doch merken wir bei Petruccis 1/256-Noten genau, was Hendrix nicht ausmacht: Perfektion, Harmonie, Schemata. Und um das mit einer Floskel zu beenden: Weniger ist eben doch mehr...

PS: Es freut mich sehr, Robert, dass du, der ja aus der etwas härteren Szene kommt, mit Hendrix etwas anfangen kannst, ihm beachtlich gut zu hörst und sehr viel Gefühl für seine Musik aufweist. Ferner beeindruckt mich dein Wissen über Gitarristen an sich - hattest du doch sonst immer zwei Saiten zu wenig dafür :o)
Lieben Gruß
05.10.2005 15:40 Uhr

Ihr Kommentar hinzufügen

Benutzername: Kein Benutzername? Neu registrieren
Passwort: Passwort vergessen? Hier neues anfordern
Überschrift
Ihr Kommentar
 






Konzepte:

Sitemap   Impressum   © 2006 Torben Brodt & Hendrik Wahler