King Crimson - In the court of the Crimson King
1969
- 21st Century schizoid man including Mirrors
- I talk to the wind
- Epitaph including March For No Reason and Tomorrow and Tomorrow
- Moonchild including The Dream and The Illusion
- In The Court Of The Crimson King including The Return Of The Fire Witch and The Dance of the Puppets
Nach dem unter “Giles, Giles and Fripp” erschienenen Album "The Cheerful Insanity of Giles, Giles & Fripp" und dem Austieg von Peter Giles gelang den vier Musikern Robert Fripp(guitar), Ian McDonald(mellotron, keyboards), Greg Lake(bass guitar, lead vocals) und Michael Giles(drums) unter dem Namen King Crimson der ganz große Wurf. Nicht unerheblichen Anteil daran hatte Peter Sinfield, der auf In the court of the Crimson King die gesamte lyrische Arbeit übernahm und von der Band als vollständiges Mitglied betrachtet wurde. Mit ihrem Debüt schufen King Crimson einen Klassiker, der als Geburtsstunde des progressiven Rock angesehen wird und von seiner Faszination, seiner klanglichen Dimension nach über 35 Jahren nichts eingebüßt hat. Erwähnenswert ist sicher auch das künstlerisch hochrangige Artwork - bei King Crimson passt eben alles zur Musik: Texte, Booklet, Bandname. Der Opener 21st Century schizoid Man ist wohl der Vater aller progressiven Epen: perfekt produziert, perfekt eingespielt, perfekt durchdacht, hervorragend komponiert, textlich absurd, aber - genau wie Michael Giles Schlagzeug – hochgenial. An die Größe dieses nahezu unantastbaren Werks konnten erst Jahre später Pink Floyd anschließen. Den Mut zu haben, auf dieses gut siebenminütige Stück Musikgeschichte eine Ballade folgen zu lassen, das ist eine Sache. Die Genialität aber vom Progressiven in das Tonale zu verlagern, ohne daran zu scheitern, das ist nahezu ohne Gleichen. Das textlich erneut hochkarätige I talk to the wind dürfte das melodischste Werk, die schönste Ballade einer progressiven Platte sein (ähnlich Carpet Crawl). Melodisch geht es mit dem epischen Epitaph weiter – so ruhig, so schön, so melodisch kann leicht progressiver Rock sein. Wie in allen 5 Stücken dieses Albums wird der Charakter des Stücks maßgeblich von Giles’ Drums bestimmt, die nicht nur rhythmisch eine Klasse für sich sind, sondern auch atmosphärisch Maßstäbe setzen, die mit Moonchild ihren Höhepunkt erreichen. Das nahezu populäre, aber nicht zu unterschätzende The Court of the crimson king rundet eines der genialsten Alben der Musikgeschichte würdig ab. Fünf Tracks reichen King Crimson aus, um ein Werk für die Ewigkeit zu schaffen, in dem die Perfektion perfektioniert wird. Und hätten sich alle späteren ProgRocker an die Vorgaben von King Crimson (oder auch Can) gehalten, so wäre der Begriff des ProgRocks heute nicht so negativ vorbelastet: King Crimson verzichteten auf endlose, Profilneurosen kompensierende Improvisationen, auf nichts sagende atmosphärische Lückenfüller, auf den pseudo-intellektuellen Leitsatz „So progressiv, so kompliziert, so unverständlich, so anspruchsvoll wie möglich“ und stellen schon in der Geburtsstunde unter Beweis, wie einfach und wunderschön dieser ProgressivRock doch sein kann…
- Wertung: 14
- Innovation: 15
- Klang: 15
- Konzept: 14
- Texte: 15
- Bass: 12
- Gesang: 13
- Guitar: 13
- Mellotron: 13
- Schlagzeug: 14
- Greg Lake: bass guitar, vocals
- Robert Fripp: guitar
- Ian McDonald: mellotron, keyboards
- Michael Giles: drums
- Peter Sinfield: lyrics
Bestes Stück: das Album
24.09.2005 von Der Kritiker
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Konzepte:
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