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Led Zeppelin - In through the out door

Led Zeppelin - In through the out door

 1979
  1. In the evening
  2. South Bound Saurez
  3. Fool in the rain
  4. Hot dog
  5. Carouselambra
  6. All my love
  7. I'm gonna crawl

Nach Plants schwerem Autounfall 1976 und dem Tod seines an einem Virus erkrankten Sohnes 1977 ist es die Initiative von Bassist John Paul Jones, die Led Zeppelin zurück ins Studio bringt - heraus kamen sie mit In through the out door, einem gut produzierten, aber kaum überzeugendem Album.
Schon im recht guten In the evening wird klar, was In through the out door charakterisiert: überladene, von Jones mit Harmoniegeplänkel unterlegte, fett produzierte Songs, ohne Experimente, aber mit eingänglichen Melodien - Bonhams Bassdrumsound hebt das ganze dann auf ein erträgliches Niveau.
South Bound Saurez
hält sich durch Plants eingänglichen Gesang knapp über Wasser, Fool in the rain fällt dies schon schwerer, während das Album mit dem Untergang des hoffentlich selbstironischen Hot dog seinen Gipfel an Einfallslosigkeit erreicht hat.
Mit dem fast elfminütigem Carouselambra geht es nun wieder aufwärts, wenn auch gemächlich. Einen Lichtblick bringt dann All my love, doch dies ist – wie die Mathematiker zu sagen pflegen – nur ein relativer Hochpunkt in der Geschichte von Led Zeppelin, denn die Vorstellung, diesen Song auf IV zu wieder zu finden, dürfte uns wohl alle zu einem Lächeln verleiten. Zu guter Letzt ist da noch I’m gonna crawl, dessen Harmonien etwas an die Beatles erinnern, das jedoch hinter deren Songqualitäten weit zurückbleibt.
Led Zeppelins letztes Studioalbum ist kein rühmlicher Abgang der vier großen Musiker.
Es lässt sich darüber disputieren, ob Led Zeppelin ihre Munition schon verschossen hatten, oder ob sie wie nach dem etwas schwächeren Houses of the holy noch einmal zur Größe eines Physical Graffiti zurückgefunden hätten.
Fakt ist, dass Led Zeppelin noch ein Dutzend schwache Alben hätte veröffentlichen können, ohne unsere Ehrfurcht vor Physical Graffiti, vor Led Zeppelin IV zu verringern.
Als John Bonham 1980 im Schlaf an seinem Erbrochenen erstickt, geben Led Zeppelin ihre Auflösung bekannt. Bei allem, was noch an Soloprojekten erschien, auch die befristete Reunion mit Bonhams Sohn Jason für einen Auftritt 1988, die Größe von Led Zeppelin auf ihren ersten sechs Studioalben wurde nicht mehr erreicht.
Doch war es nach dem Tod von Bonham sicher zu erwarten, dass Led Zeppelin ohne ihren genialen Schlagzeuger nicht mehr können, selbst wenn sie wollten.
  • Wertung: 3
  • Innovation: 5
  • Klang: 9
  • Konzept: 1
  • Texte: 3
     

  • Don Bonham: drums
  • Jimmy Page: guitar
  • John Paul Jones: bass, keyboards
  • Robert Plant: vocals

Bestes Stück: In the evening

24.09.2005 von Der Kritiker

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