Led Zeppelin - Presence
1976
- Achilles Last Stand
- For Your Life
- Royal Orleans
- Nobody's Fault But Mine
- Candy Store Rock
- Hots On For Nowhere
- Tea For One
Das nach Plants schwerem Autounfall entstandene Presence sollte Led Zeppelins vorletztes Album bleiben, das Gitarrist Jimmy Page zu seinem Lieblings-Led-Zeppelin-Album erklärte. Ihr zweites im eigenen Label Swan Song veröffentlichte Studiowerk vermochte jedoch nicht an die Qualität eines Physical Graffiti anzuschließen, auch wenn die vier ihrer Linie treu blieben, jedes Album mit einem Meisterwerk zu eröffnen. Und ein solches ist das von Pages Gitarre und Bonzos Schlagzeug getriebene, fast elfminütige Achilles last stand. Diesem kann sich das von Page mit einem trivialen Riff versetzten For your life leider nicht anschließen. Auf Royal Orleans glänzt Bonham erneut mit seiner genialen Spielweise - Page ist hier mal mit Funkgitarre zu hören, kann aber, wie auch der Song selbst, nicht überzeugen. Am vierten Stück Nobodys fault but mine lässt sich auch das ganze Album sehr gut veranschaulichen: eine solide Rocknummer, aber keine geniale Motivik in Gesang oder Gitarre. Es fehlen eben die Page-Riffs aus Physical Graffiti, es fehlen die Plant-Melodien aus IV – nicht mal Bonham erbringt hier mehr als das Nötigste. Die folgenden Stücke Candy store rock und Hots on for nowhere sind kaum noch erwähnenswert: Led Zeppelin treten hier als mittelklassige Gute-Laune-Band auf. Das abschließende Tea for one, eine quälend langsame Bluesnummer, lässt glücklicherweise noch einmal Plants gewaltige Stimme und Pages Solokünste aufblitzen – ein sehr gelungener Abschluss eines belanglosen Albums.
- Wertung: 5
- Innovation: 3
- Klang: 10
- Konzept: 2
- Texte: 7
- Don Bonham: drums
- Jimmy Page: guitar
- John Paul Jones: bass
- Robert Plant: vocals
Bestes Stück: Achilles last stand
25.09.2005 von Der Kritiker
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Konzepte:
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