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Pink Floyd - The Piper at the gates of dawn

Pink Floyd - The Piper at the gates of dawn

 1967
  1. Astronomy domine
  2. Lucifer sam
  3. Matilda Mother
  4. Flaming
  5. Pow R. Toc H.
  6. Take up thy stethoscope and walk
  7. Interstellar overdrive
  8. The gnome
  9. Chapter 24
  10. Scarecrow
  11. Bike


Keine andere Band dürfte die Musikgeschichte so reichhaltig und vielfältig geprägt und beeinflusst haben wie die nach den Vornamen der Bluesmusiker Pink Anderson und Floyd Council benannten Briten. Von den Anfängen des Progrock und des British Psychedia(als solches ist wohl The Piper zu bezeichnen) über Artrock (Meddle, Darkside of the moon) bis hin zu den Quasi-Soloalben des Roger Waters (The Wall, The final cut) - nicht zu vergessen das psychedelische Saucerful of secrets und das epische Atom Heart Mother – lieferten Pink Floyd Meilensteine mit scheinbar grenzenloser Innovation.
Auch kommerziell setzten Pink Floyd mit dem starken The Darkside of the moon und dem eher schwachen Wish you were here (ausgenommen das Kunstwerk Shine on you crazy diamond pt.1) neue Maßstäbe, auch weil jene Alben keineswegs massentauglich schienen.
Einen Begriff prägten Pink Floyd ganz besonders - den des Konzeptalbums. Und ein solches ist auch The Piper. Man kann sich darüber streiten, ob nun The Darkside of the moon, The Piper oder gar The Wall das beste Pink Floyd Album ist (ich denke es ist ganz klar Animals) – die einflussreichsten Pink Floyd-Alben sind sicher The Piper und The darkside of the moon.
Der Begriff Pink Floyd sollte für jeden wirklichen Musikliebhaber entweder von The Piper bis Animals oder bis The final cut gehen, die nachfolgenden Gilmour-Alben A momentary Lapse of reason und The Devision Bell waren maßlos enttäuschend, obwohl immer noch besser als 90% der restlichen damals erschienenen Musik.
Musikalisch waren Pink Floyd, abgesehen von Gitarrist Gilmour, nicht gerade virtuos. Aber was sie aus ihren begrenzten Fähigkeiten entwickelten, das zeugt von einer unglaublichen Kreativität.
An Pink Floyd scheiden sich die Geister. Nun soll dies keine Anregung dazu sein, was man denken soll, sondern eher, was man nicht denken soll.
Zum einen sollte man nicht denken, das The Devision Bell, A momentary Lapse of reason und die Soloalben von Waters, Gilmour und Wright den großen Pink Floyd-Alben Paroli bieten können. Zum zweiten sollte man nicht glauben, Pink Floyd waren nur mit Syd Barret oder nur ohne ihn wirklich gut gewesen. Die in den jeweiligen Zeiten entstandenen Alben sind durchweg genial, aber war der Ausfall von Barret auch für The Darkside of the moon oder Animals von grundlegender Bedeutung. Erfreuen wir uns daran, aus beiden Konstellationen Zeugnisse erhalten zu haben. The Piper at the gates of dawn fällt unter Barrets Vorherrschaft bei Pink Floyd und ist deren Debüt. Jenes ist durchzogen von einer seltsamen und doch populären Gesangsmelodik, von atmosphärischen Klängen und Barrets minimalistischer Gitarre. Auf den ersten, oberflächlichen Höreindruck könnte man von „den Beatles, auf der Suche nach neuen Melodien, neuem Ausdruck, dem Psychedelischen“ reden.
Doch The Piper ist mehr als dies und zudem absolut eigenständig – ist nicht beeinflusst, sondern beeinflussend.
Das Album führt uns in eine einzigartige Klangwelt, die sehr bizarr und doch zugänglich ist, wenn man es wagt. Ob es allerdings das beste Album der Briten war, das sollte auf Grund der musikalischen Vielfältigkeit der Pink Floyd-Alben jeder selbst entdecken – ich denke, es war das innovativste, aber nicht das beste.

  • Wertung: 12
  • Innovation: 15
  • Klang: 14
  • Konzept: 13
  • Texte: 12
     

  • Syd Barret: vocals, guitar
  • Roger Waters: bass
  • Richard Wright: keyboards
  • Nick Mason: drums

Beste Stücke: Astronomy domine, Lucifer Sam

24.09.2005 von Der Kritiker

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