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The Velvet Underground & Nico - produced by Andy Warhol

The Velvet Underground & Nico - produced by Andy Warhol

 1967
  1. Sunday morning
  2. I'm waiting for the Man
  3. Femme Fatale
  4. Venus in furs
  5. Run run run
  6. All tomorrow's parties
  7. Heroin
  8. There she goes again
  9. I'll be your mirror
  10. The Black Angel's Death song
  11. European Son


Das Bananenalbum ist das wohl bekannteste Album der Velvet Underground. Allen voran ist es das Werk von Lou Reed, dessen Melodien und Minimalismus neue Maßstäbe setzten und dies auch posthum noch werden. Vervollständigt wird die Band vom zweiten Kopf John Cale (Viola), Bassist Sterling Morrison und Schlagzeugerin Maureen Tucker. Auf Drängen der Pop-Art-Ikone Andy Warhol, der Velvet Underground produzierte, nahmen die vier die deutsche Sängerin Nico auf, der Reed einige Songs komponierte, darunter Femme fatale und There she goes again. Weder die künstlerische Freiheit noch die weitere Entwicklung der Band sind rühmlich – und doch überflutet uns der Erstling mit unergründbarer Energie, beeindruckt mit seinem minimalistischen Songwriting, sodass die Musik durchaus als zeitlos bezeichnet werden darf.
Die hervorragende Lyrik des Lou Reed macht seine einseitigen, nihilistischen, depressiven, teils sadomasochistischen Texte vergessen.
Herausragende Stücke des Bananenalbums findet man in Sunday morning, I’m waiting for the man (in dem Reed über das Warten auf seinen Drogendealer singt), im düsteren Venus in furs und im hochgenialen Heroin, das aus seinen zwei Akkorden mehr Welten aufzieht als so mancher überproduzierter Popsong aus einem ganzen Orchester.
Selten war auf einem Debütalbum nicht ein schwacher Song: auf dem Bananenalbum unterscheidet man nur zwischen zugänglichen (Sunday morning) und weniger zugänglichen (Venus in furs, The black angel’s death song).
Ihr erstes sollte Velvet Undergrounds genialstes Werk bleiben - sein Kultstatus ist unbestritten – und es wird noch vielen Generationen Welten eröffnen, sofern sie bereit sind, sich mit der etwas anspruchsvolleren, psychedelischen Musik auseinander zu setzen.

  • Wertung: 13
  • Innovation: 14
  • Klang: 12
  • Konzept: 14
  • Texte: 13
     

  • Lou Reed: vocals, guitar
  • John Cale: viola
  • Sterling Morrison: bass
  • Maureen Tucker: drums

Beste Stücke: Heroin, Venus in furs

24.09.2005 von Der Kritiker

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